Flügelreederei Flugbereitschaft

In Deutschland gibt es etwas, was auch in anderen Staten Usus ist. Eine regierungseigene Flotte der Lüfte um die Staatsrepräsentanten würdig und diskret in andere Länder zu verfliegen. Jedem Maschinenbauer und Betriebswirten ist bekannt, dass produktives Material einer natürlichen Abnutzung und Abschreibung (also einem regelmäßigen Werteverzehr) unterliegt. Diese Fachleute vermisst man arg beim bundeseigenen Flügelkonzern der Flugbereitschaft. Hier wird gebrauchtes Flugmaterial eingekauft und auf Teufel komm heraus, bis zum Absturz geflogen. Nicht anders sind die häufigen Flugausfälle zu erklären.

Die Disponenten der Flugbereitschaft sind nun auf die aberwitzige Idee gekommen, immer eine zweite Reservemaschine mitfliegen zu lassen. Also zwei Altmaschinen mit lockeren Schrauben kreisen ins Nirwanaland. Was für eine Logik!

Andere Repräsentanten, also Minister, müssen nun um ihre bereits terminierten und gebuchten Flüge fürchten. Diese Passagiertransporte werden mit Sicherheit ausfallen, nicht stattfinden und das Ministerium wird einen Linienflug beim kostengünstigsten Anbieter buchen müssen, also vielleicht die Ryanair?

Fazit: Es steht nicht gut um die Flügelreederei der Bundesrepublik Deutschland “Flugbereitschaft” – die Bereitschaft mag ja vorhanden sein, das Personal ist willig gen Sky zu fliegen. Nur das Material ist halt nicht mehr geeignet, die an eine Flugbereitschaft gestellten Aufgaben zu erfüllen. Und das Problem ist, dass neues Fluggerät jahrelange Lieferzeiten der Industrie voraussetzt. Also wird vermutlich wieder eine abgetakelte und dann aufgebübschte Flugkiste für die Staatsrepräsentanten angekauft? Ohje!

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